„Petition: Rettet unsere Thüringer Waldbahn“

Waltershausen, den 15.8.2016 Der FDP-Ortsvorsitzende von Waltershausen, Christian Döbel, setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass die Thüringer Waldbahn als kulturelle Hauptschlagader des südlichen Landkreises Gotha unbedingt in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. „Sie ist nicht nur Transportmittel, sondern auch ein Stück Geschichte – und zwar von tausenden Menschen im Landkreis! Ist sie erstmal weg, kommt sie nicht wieder!“, ist sich Döbel sicher.
Deshalb sucht er mit Rückendeckung einiger Verantwortlicher nun den Schulterschluss mit den Bürgern des Landkreises, indem er zur Unterschrift seiner Online-Petition unter: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-unsere-thueringer-wal... aufruft. „Via Facebook werde ich in den nächsten Tagen versuchen, mehrere tausend Menschen im Landkreis zu erreichen. Denn ich hoffe, die 1800 nötigen Unterschriften zusammen zu bekommen, die für ein Quorum nötig sind.“ Diese Zahl hat die Internetplattform „openpetition.de“ als minimale Anzahl für eine Petition im Landkreis Gotha ausgerechnet. Drei Monate hat Döbel jetzt Zeit, danach möchte er das Resultat unbedingt dem Landrat vorlegen.
Aus der Sicht des promovierten Elektrotechnikers könnte durch einige Innovationen die Attraktivität der historischen Bahnverbindung zwischen Gotha, Waltershausen, Friedrichroda und Tabarz noch gesteigert werden. „Ich selbst wünsche mir WLAN im Zug“, bekennt der dreifache Familienvater, der die Bahn beispielsweise gern für die Fahrt in den Tierpark Gotha nutzt. „Aber auch touristisch könnten sich die Anrainergemeinden ein Stück von Friedrichroda und Tabarz abschneiden – zum Beispiel mit einer Gästekarte“. Denn mit Hilfe derer können Touristen kostenlos mit der Waldbahn fahren, was aus eigener Erfahrung auch gern genutzt wird.
Außerdem ist aus Sicht des Waltershäusers eine geschickte Kombination mit der geplanten ETankstelle am Bahnhof der Puppenstadt sinnvoll. „Hier kann ich mir ein Kombiticket – Laden & Bahn fahren – sehr gut vorstellen“. Desweiteren schlägt der Ingenieur vor, einen Tag im Monat kostenloses Fahren für alle Menschen zu ermöglichen. Das soll potentielle Kunden anlocken und von den Vorteilen der Bahn überzeugen. „Mein konkreter Vorschlag ist jeder erste Sonntag im Monat – das lässt sich gut merken“, so Döbel.
Desweiteren sollte der Landkreis wieder den Nachtzug samstagnachts einrichten – im Volksmund den „Lumpensammler“. Dann wäre es auch für Jugendliche wieder attraktiv, nach 
der Disco in Gotha oder Erfurt auf den Zug umzusteigen. „Heutzutage ist man trotz guter Anbindung tagsüber trotzdem nachts auf das Auto angewiesen“, bedauert Döbel. „Ich bin mir sicher, dass sich auch Gastwirte oder Discobetreiber hier an einer Probezeit beteiligen würden!“