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Im Osten was Neues

Wenn die Tabelle der 2. Bundesliga ProB (Staffel Süd) nach dem dritten Spieltag ein Spiegelbild der Deutschen Einheit ist, dann darf das Gesamtwerk durchaus als „gelungen“ bezeichnet werden. Denn am Abend des 3. Oktober 2011 lagen zwei Mannschaften aus den jungen Bundesländern, vor der Wende alles andere als eine blühende Basketball-Landschaft, jeweils mit weißer Weste an der Spitze: auf Platz zwei die Uni-Riesen des USC Leipzig und auf Rang eins die Oettinger Rockets Gotha!
Mit anderen Worten: Die Gothaer haben auch ihr drittes Punktspiel der Saison 2011/2012 gewonnen. Das BiG-Team setzte sich am Abend des Nationalfeiertages vor heimischer Kulisse gegen das nach wie vor sieglose Liga-Schlusslicht TSV Tröster Breitengüßbach mit 84:64 (46:24) durch.
„Wir waren haushoher Favorit – und sind dieser Rolle im Großen und Ganzen gerecht geworden“, sagte Head Coach Marko Simic im obligatorischen Interview nach der Partie. Den Erfolg stufte er als „Arbeitssieg“ ein, dessen Grundlage einmal mehr eine starke Defense-Leistung war. „Abgesehen von fünf Minuten im dritten Viertel, haben wir den Gegner kontrolliert und ihm lediglich 64 Punkte genehmigt. Das ist ganz okay!“
Ganz so einfach, wie das Endergebnis glauben machen könnte, hatten es die Rockets in diesem Spiel allerdings nicht. Jedenfalls zeigte das junge Gäste-Team schnell, dass es den Hausherren von der ersten bis zur letzten Minute mit allen Mitteln Paroli bieten wollte – ungeachtet des Spielstandes. So hatten die Gastgeber die Weichen zwar schnell auf Sieg gestellt und zwischenzeitlich eine komfortable Führung herausgespielt – doch die TSV-Youngster kämpften sich immer wieder mal heran. Besonders gut gelang ihnen das unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als sie innerhalb weniger Minuten den 22-Punkte-Pausenrückstand auf 11 Punkte halbierten.
„Die Gäste haben eine sehr junge und talentierte Mannschaft – und die hat heute einen sehr guten Job gemacht“, sagte Marko Simic, der übrigens mehrere TSV-Spieler bereits als Trainer unter seinen Fittichen hatte. „Die Breitengüßbacher haben uns speziell in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels ganz schön unter Druck gesetzt.“
Doch die Rockets hielten diesem Druck stand. Und warfen in dieser heiklen Phase vor allem ihren Kampfgeist in die Waagschale. Allen voran Marcus Monk, der unermüdlich rackerte und nicht nur deshalb zum besten BiG-Boy des Tages avancierte. Unterm Strich brachte er es auf 22 Punkte und 6 Rebounds.


Zudem riss Marcus Monk die Rockets-Fans mit spektakulären Dunks gleich mehrfach vom Hocker, auch Torvoris Baker ließ es einige Male krachen.
Diese Szenen überstrahlten am Ende mühelos die weniger guten Minuten. Und das ist eine weitere positive Botschaft des Feiertages: Die Rockets siegen souverän und lassen noch Luft nach oben. Das Timing ist perfekt. In zwei Wochen kommen die Licher BasketBären in die „blaue Hölle“. Dann dürfen und wollen die Simic-Schützlinge noch einen Zahn zulegen. Auf dass es am Ende wieder heißt: Im Osten was Neues!
Oettinger Rockets Gotha: Jarmusz (7 Punkte | 4 von 4 Freiwürfen | 1 Dreier), Monk (22 | 4 von 6 | 1), Watson (6 | 4 von 4 | -), Rauch (0 | 0 von 2 | -), Niebuhr (10 | 1 von 2 | 1), Kuppe (11 | 2 von 2 | 1), Kreis (7 | 2 von 2 | 1), Baker (12 | 2 von 2 | 2), Unterluggauer (4 | 2 von 4 | -), Klein (5 | 1 von 4 | -)
Viertel: 23:15 | 23:9 | 9:20 | 29:20
Freiwürfe: 22 von 32 (69 Prozent)
Dreier: 6 von 19 (32 Prozent) 

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