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- Von Geisterschiffen und stürmischen Meeren
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Von Geisterschiffen und stürmischen Meeren
„Der fliegende Holländer“ eröffnet Reihe der Kinder- und Jugendkonzerte 2010/2011
Zu einer spannenden musikalischen Reise auf unheimlichen Geisterschiffen und durch tosende Meere lädt die Thüringen Philharmonie Gotha alle jungen und junggebliebenen seetauglichen Zuhörer in ihrem ersten Kinder- und Jugendkonzert der Saison 2010/2011, das am 16. September 2010 um 10 Uhr im Gothaer Kulturhaus stattfindet, ein. Gespenstische Klänge werden vom Oberdeck erklingen, wenn Kapitän Stefanos Tsialis und seine Unwetter-erprobte Musiker-Crew geniale Meer- und Sturmmusik aus Richard Wagners mitreißender romantischer Oper „Der fliegende Holländer“, dem Blockbuster „Fluch der Karibik“ sowie Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite Nr. 2 heraufbeschwören.
Einzeltickets für diese abenteuerliche Seefahrt, die von der Raiffeisenbank Gotha gefördert wird, sind zum Preis von 2 €/Schüler (freier Eintritt für Begleitpersonen von Schülergruppen) bzw. 5 €/Erwachsene in der Tourist-Information Gotha, Tel. (03621) 5078570 erhältlich. Gruppenbuchungen nimmt die KulTourStadt Gotha GmbH, Tel. (0 36 21) 51 04 18, Fax (0 36 21) 51 04 49, c.doehler@kultourstadt.de, entgegen.
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- Neue Räume für große und kleine Tiere
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Neue Räume für große und kleine Tiere
Mit der Übergabe der sanierten Räume in der 3. Etage des Westturms durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten an die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha beginnt der Countdown zu einer nächsten Etappe bei der Umsetzung der Museumskonzeption „Barockes Universum Gotha“. Auf ca. 500 Quadratmetern ersteht hier in den nächsten Monaten die erste Abteilung des neuen Museums der Natur im Schloss, die „Tiere im Turm“ heißen und vornehmlich Präparate außereuropäischer Tiere präsentieren wird. Die Eröffnung ist zur Jahreswende 2010/11 geplant. Der endgültige Termin wird in Kürze bekannt gegeben.
Das neue Museum der Natur Gotha im Schloss
Das Museum der Natur wird zu keinem Zeitpunkt ganz geschlossen sein. Erst wenn sich die Pforten zur ersten neuen naturkundlichen Ausstellung im Schloss öffnen, wird das Museumsgebäude geschlossen. Nach einer umfassenden Sanierung wird es ab 2012 als Herzogliches Museum Gotha die einzigartigen Kunstsammlungen präsentieren.
Das neue Museum der Natur Gotha im Schloss wird in den kommenden Jahren darüber hinaus die Abteilungen „Thüringer Wald“ (in der jetzigen Ausstellungshalle), „Ursaurier“ (die daran anschließenden Räume bis zum Westturm) sowie – im Rahmen des Schlossrundgangs – ein Naturalienkabinett (2. Etage Westturm) umfassen. Während die Abteilung „Thüringer Wald“ bereits ca. 2012/13 fertig gestellt werden kann, ist für die beiden übrigen Abteilungen die Fertigstellung des Perthes-Forum Gotha mit den Magazinen aller Schlosseinrichtungen eine Voraussetzung. Erst nachdem das Thüringer Staatsarchiv in das Perthes-Forum umgezogen ist, kann die Sanierung der frei gewordenen Räume im Schloss beginnen, nach deren Abschluss wiederum der Umzug des Museums für Regionalgeschichte (dann Historisches Museum Gotha) in die 1. Etage des Westflügels und die Einrichtung der beiden fehlenden Bereiche des Museums der Natur erfolgen kann. Das neue Museum der Natur wird dann über vier zeitgemäße Dauerausstellungen verfügen, Räume für Sonderausstellungen stehen im Schloss ebenfalls zur Verfügung. Insgesamt entsprechen die ca. 2.000 qm vorgesehener Ausstellungsfläche des neuen Museums der Natur den derzeitigen 2.000 qm Ausstellungsfläche des Museums der Natur im Gebäude des Herzoglichen Museums.
Die neue Dauerausstellung „Tiere im Turm“
Leitfaden für die neue Dauerausstellung „Tiere im Turm“ ist die Wissenschaftsgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts: Ausgehend von der Systematik eines Linné zur Klassifizierung der Artenvielfalt, den Entdeckungen Humboldts als Beispiel für die naturwissenschaftlichen Expeditionen, den Erkenntnissen Darwins zur Evolution, der Popularisierung der Forschungsergebnisse durch Brehms Veröffentlichungen und durch die Einrichtung von Naturkundemuseen soll der Aufbruch der Naturwissenschaften in die Neuzeit exemplarisch an den Gothaer Tierpräparaten dargelegt werden.
Pro Raum soll der Einstieg in das jeweilige Thema durch einen Rückblick auf die Historie erfolgen. Schon im Eingangsbereich wird daher auf Linné, Darwin, Humboldt und Brehm als Ahnherren der modernen Naturwissenschaft hingewiesen. In den folgenden acht Räumen steht dann je ein ausgewähltes, scheinbar zufälliges Thema – bedingt durch die vorhandenen Exponate – im Mittelpunkt. Am Ausgang des Raumes wird jeweils ein Blick in die Zukunft stehen.
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- Ekhof-Festival 2010 in Zahlen
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Ekhof-Festival 2010 in Zahlen
Das Ekhof-Festival auf Schloss Friedenstein in Gotha zählt auch unter der Regie der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha zu den bestbesuchten Festivals in Deutschland. Zu den 22 Vorstellungen (Opern, Schauspielen, Matineen) in diesem Jahr kamen insgesamt 3160 Besucher, das entspricht einer Auslastung von 94,3 %. Die Abendveranstaltungen waren alle restlos ausverkauft, lediglich in den Matineen gab es freie Plätze. In diese Auswertung fließt das sehr gut besuchte Abschlusskonzert der Thüringen Philharmonie Gotha am 28. August (Schlosshof) im Rahmen des Barockfestes nicht ein.
Im nächsten Jahr (24. Juni bis 27. August 2011) wird es bei der Gestaltung der Matineen eine Veränderung geben, wenn zwei Kinderveranstaltungen das Vormittagsprogramm bereichern. An den Abenden wird es dann nur noch zwei verschiedene Vorstellungen geben, die Oper „Pharao Tubaetes“ von Karl Heinrich Graun und das Schauspiel „Der Lügner“ von Goldoni.
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- Innovationsquelle Tropischer Regenwald
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Innovationsquelle Tropischer Regenwald –
Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha eröffnete am Samstag, 29. Mai 2010 im Museum der Natur die Sonderausstellung Innovationsquelle Tropischer Regenwald, die sich in Fotografien, aber auch Amuletten, Schnitzereien und verschiedensten, teils sehr originellen Alltagsgegenständen der im Regenwald lebenden Menschen dem Phänomen des weltumspannenden Tropengürtels widmet. Die Ausstellung, die von Prof. Dr. Bernd Hill (Universität Münster) eingerichtet wurde, wird bis zum 24. Oktober im Museum der Natur zu sehen sein.
Der 22.000 Kilometer lange und knapp tausend Kilometer breite Tropenwaldgürtel rund um den Bauch der Erde gilt als das größte Wunder der Evolution, als ungewöhnlichster Geniestreich der Schöpfung und bedeutende Innovationsquelle für die Menschheit. Neben ihrer unvergleichlichen Schönheit haben Regenwälder auch vielfältigen wirtschaftlichen und sozialen Nutzen. Sie dienen als Schatzkammer des Lebens, Apotheke, Speisekammer, Klimaregulator, Wasserspeicher und Fundgrube für Wissenschaft und Technik.
Tropische Regenwälder gehören zu den wichtigsten Ökosystemen der Erde. Sie sind von entscheidender Bedeutung für das Weltklima und beherbergen – obwohl sie nur etwa 7% der Erdoberfläche einnehmen – drei Viertel aller Tier- und Pflanzenarten weltweit und ca. 300 Millionen Menschen. Das Leben der einheimischen Urvölker im Regenwald ist von einzigartiger Faszination. Ihre Rituale und Zeremonien, ihr Umgang mit der Natur, mit Heilkräften, Geistern und Göttern eröffnet uns eine Welt voller Geheimnisse. Die Ausstellung lädt ein zu einer Reise in eine faszinierende, unbekannte Welt.
Unter den zahlreichen Exponaten aus den Beständen des Museums der Natur sowie vor allem auch aus Privatbesitz sind die folgenden Stücke, die die Vielfalt menschlichen Lebens im weltumspannenden Tropengürtel widerspiegeln: Tiere aus Lianen geschnitzt (Bali), Holzschnitzereien der Guarani aus Nord-Argentinien, Holztiere aus Balsaholz (Ecuador), Tiere aus Zinn (Malaysia), Malerei auf den Schuppen eines Fisches (Brasilien), Holzschnitzereien der Caboclos aus dem Amazonasgebiet Brasiliens, Schnitzereien aus Venezuela, Geschnitzte Vögel aus Bolivien, Gewürze, Indische Fruchtbarkeitssymbole, Reliefs aus dem Tempel in Khajuraho, Penishülle der Zulu (Südafrika), Nasenschmuck aus Muscheln und menschlichen Schädelknochen (Papua-Neuguinea), Schutzamulett aus Knochen, Zähnen und Holz (Afrika), Beschwörungskalebasse eines Schamanen (Tansania), Medizinbehälter aus Indien, Afrika und Indonesien, Holzskulptur einer eine Maiszigarre rauchenden Frau (Myanmar), Nagelfetisch, Ahnenfiguren, Betelnuss, Zange zum Öffnen der Betelnüsse, Opiumpfeifen, Blasrohr und Köcher mit Pfeilen (Borneo), Köcher mit Pfeil und Bogen (Indonesien), Fußraspel aus Indien, ein Schrumpfkopf.
Das dieser Mail beigefügte pdf des Ausstellungsflyers verweist bereits auf das vielfältige Rahmenprogramm, das nicht nur eine Reihe von Vorträgen und Führungen anbietet, sondern auch zwei kleinere Ausstellungen zum Thema: Da ist der Fotowettbewerb der „Museumslöwen“ (Freundeskreis des Museums der Natur Gotha) zum Thema „Wildnis“, dessen beste Bilder in einer Präsentation vom 19. September bis 24. Oktober zu sehen sein werden. Als Projekt des NAJU Gotha zum „Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt“ wird vom 9. Juni bis 12. September unter dem Titel „Tropische Regenwälder, Hot Spots der Biodiversität“ eine Ausstellung mit Kinderarbeiten zu sehen sein.
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- Gothaer Kulturstiftung fördert 2011 insgesamt sieben Projekt
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Gothaer Kulturstiftung fördert 2011 insgesamt sieben Projekte
Gotha: Mehr als zwanzig Projektanträge lagen der Gothaer Kulturstiftung vor, um ihnen eine Förderung im Jahre 2011 zu gewähren. Die niedrigen Zinseinnahmen aus dem Stiftungskapital machten eigentlich keine hohe Fördersumme möglich. Doch die Spendenfreudigkeit von etwa fünfhundert Bürgerinnen und Bürgern in Gotha und ganz Deutschland machte es möglich, dass die Gothaer Kulturstiftung für das Jahr 2011 einen Betrag von 70.000 € als Fördersumme bereitstellen kann.
Neben dem Leitprojekt der Stiftung, der „Sanierung der Jugendstil-Bleiglasfenster im Stadtbad Gotha“, will die Stiftung 2011 die Herstellung einer Statue von Gustav Freytag auf Antrag des Staatlichen Gymnasiums „G. Freytag“ mit dem Betrag von 7.000 € fördern. Die Restaurierung einer Bibel aus dem Jahre 1712 in den Beständen des Museums für Regionalgeschichte und Volkskunde wird mit 1.428 € unterstützt.
Das Engagement hunderter Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gotha findet darin Anerkennung, dass die Stiftung für die Restaurierung einer alten Handdruckfeuerspritze einen Betrag von 1.500 € bereit stellt.
Ein großes Projekt der Gothaer Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Forschungsbibliothek Gotha ist der Startschuss für die Sanierung der originalen Handschriften Martin Luthers. In Vorbereitung des Reformationsjubiläums plant die Bibliothek die Restaurierung des größten handschriftlichen Nachlasses Luthers in der Welt. Mit 6.000 € fördert die Gothaer Kulturstiftung hier den Startschuss.
Sankt Gothardus, der Schutzpatron der Stadt Gotha, braucht neue Gewänder, um gemeinsam mit seinen Stadtwachen die Stadt Gotha zu repräsentieren. Die Restaurierung historischer Gewänder für diese Gothaer Persönlichkeiten soll auf Antrag der Herzoglich Privilegierten Schützengesellschaft zu Gotha mit 2.200 € gefördert werden.
Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha soll auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit erhalten, ihre einzigartigen Kunstschätze einer weiteren Restaurierung zuzuführen. In Vorbereitung der Jahre 2011 und der großen Jahresausstellung „Gotha elefantastisch“ hat die Stiftung die Restaurierung eines ihrer großen Wandteppiche mit dem Motiv des Elefantenordens beantragt. Dieses Projekt will die Gothaer Kulturstiftung mit einem Betrag von mehr als 20.000 € unterstützen. Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha bringt einen gleich großen Betrag auf.
„Wir können stolz darauf sein, welche Entwicklung die vor dreizehn Jahren gegründete Stiftung genommen hat. Sie ist heute eine wahre Bürgerstiftung. Denn so wie vor mehr als einhundert Jahren die Bürger für den Bau eines Stadtbades große und kleine Beiträge stifteten, so tun sie es seit 1996 auch für die Gothaer Kulturstiftung, die damit kleine Wunder bewirkt“ freute sich Oberbürgermeister Knut Kreuch bei der Vorstellung der Ergebnisse.
Knut Kreuch
2. Vorstandsvorsitzender
Gothaer Kulturstiftung
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- Erbprinzengemach restauriert
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Restaurierung des ehemaligen Erbprinzengemachs auf Schloss Friedenstein in Gotha abgeschlossen
Rechtzeitig zur bevorstehenden Eröffnung der historischen Friedensteinischen Kunstkammer in den Räumen des Erbprinzen am 4. Dezember durch die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die seit November 2008 laufende Restaurierung der Räume abgeschlossen. Das ursprüngliche Appartement mit Westvorsaal, Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Empfangszimmer, ehemaligem Schlafgemach und Kapelle erstrahlt nun in den bauzeitlichen Fassungen aus der Zeit um 1690, 1710 bzw. 1820. Rund 350.000 Euro wurden dafür eingesetzt. Enthalten sind darin 100.000 Euro Bundesmittel, 110.000 Euro vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und 12.000 Euro für die Decke des Westvorsaals von der Gothaer Kulturstiftung.
Die künftigen Räume der Kunstkammer liegen in den ehemaligen Erbprinzengemächern des Schlosses, im zweiten Obergeschoss des Nordflügels. Im 19. Jahrhundert dienten sie als Appartement von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha. Damals erhielten sie den Namen „Ernstquartier“. Der Zustand dieser im westlichen Teil befindlichen Räume war desolat. 1910 bis 1911 wurden in den kleinen Zwischenräumen zwischen Westvorsaal und Arbeitszimmer bzw. Schlafzimmer ein Badezimmer und eine Toilette eingebaut. Diese Nutzung führte zu Echtem Hausschwamm, der erhebliche Schäden verursachte. Hinzu kamen Verschmutzungen und Risse in den Decken und Böden.
Die Räume wurden umfassend restauriert. Im Westvorsaal wurden die wahrscheinlich von Johann Peter und Johann Samuel Rust 1688 bis 1695 geschaffenen Stuckdekorationen der Decke freigelegt und neu gefasst. Die ursprünglichen Türöffnungen wurden entsprechend der Raumsituation des 18. Jahrhunderts wieder rekonstruiert. Die Originaltürblätter waren im Depot noch vorhanden und konnten wieder verwendet werden.
Das erste Vorgemach oder Schlafzimmer Ernsts I. weist an den Wänden keine historischen Fassungen auf. Erhalten sind die weiße Stuckdecke von Abodino Minetti und Deckengemälde von Giovanni Francesco Marchini. Überfassungen wurden in aufwendiger Feinarbeit dort entfernt und die erste Farbfassung wieder freigelegt. Fehlstellen an den Gemälden wurden retuschiert. Der Tafelparkettfußboden wurde gereinigt, kleinere Fehlstellen ausgebessert und mit einer Wachspolitur versehen.
Auch im zweiten Vorgemach oder Arbeitszimmer Ernsts I. war die Stuckdecke von Abodino Minetti mehrfach überfasst. Die Deckengemälde von Johann Heinrich Ritter wiesen einige Fehlstellen auf, die ergänzt wurden. Besondere Bedeutung kommt der Rekonstruktion der polierten Stuckdeckenfassung zu, die in ihrem blau wirkenden Fond den Eindruck einer Porzellandekoration erweckt. Der Parkettfußboden wurde restauriert.
Das Empfangszimmer Ernsts I. (Audienzgemach) mit seinem zweifarbigen Alabasterboden aus dem späten 17. Jahrhundert hat die original erhaltene Stuckfassung und Vergoldung der Kassettendecke von 1827 zurückerhalten. Der noch vorhandene Kamin wurde mit einer elektrischen Beheizung versehen. Es zeigt damit weitgehend wieder den Zustand zur Zeit Ernsts I.
Im ehemaligen Schlafgemach wurden während der Restaurierung an den Fenstergewänden Wandmalereien von Giovanni Francesco Marchini von 1713 freigelegt. Für den Ausgang zurück zum Westvorsaal wurde die Raumschale als Alkoven mit Wandnischen rekonstruiert und in den dazugehörenden Nebenraum die ursprünglich vorhandene Türöffnung wieder hergestellt.
In der im späten 17. Jahrhundert durch die Gebrüder Rust entstandenen Kapelle wurde die bauzeitliche Fassung rekonstruiert und der Alabastersteinboden restauriert.
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